Hainsberg mit allen Sinnen – Rundwanderung Karte    Flyer

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Kontakt: 0351 6469734 oder per Mail info@hainsberg.eu
 

Das erste Jahr des Wanderweges „Hainsberg mit allen Sinnen“

Vor ca. 12 Monaten übergaben die Akteure der Akteursrunde Hainsberg, Somsdorf, Coßmannsdorf den Wanderweg offiziell an die wanderbegeisterten Einwohner, Gäste und Besucher der Stadt Freital. Seither konnte das Koordinationsbüro für Soziale Arbeit als Projektbegleiter viele positive und einige kritische Rückmeldungen zur Kenntnis nehmen. Kritik gab es hauptsächlich für die vertauschte Wanderrichtung am Beginn des Weges, Eingang zum Weißeritzgäßchen. Hier geht es nach links, nicht wie im Flyer erwähnt, nach rechts. Ansonsten konnten sich die Akteure ausschließlich über positive Rückmeldungen freuen. Und die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt gestalteten Flyer finden nach wie vor reißenden Absatz. Die Flyer liegen in den Rathäusern in Hainsberg, Potschappel und Deuben aus. Interessenten können sich auch auf der Internetseite www.hainsberg.eu über die einzelnen Stationen des Weges informieren.

Nachdem sich der Weg nun etabliert hat, planen die Akteure ehrenamtliche Paten für den Weg zu finden. Aufgabe der Paten wird es sein, bei ihren Wanderungen auf dem Weg nach möglichen Beschädigungen oder fehlender Beschilderung Ausschau zu halten und diese Beobachtungen den Akteuren mitzuteilen oder vielleicht sogar selbst Hand anzulegen und die Beschädigung zu reparieren.

Die Akteure hatten die Idee, die Schulen in Hainsberg für das Projekt zu gewinnen. Der Weg bietet eine Reihe von Möglichkeiten zur Einbindung in den Unterricht, wie z.B. in Geografie, Informatik, Biologie und in Geschichte. Denn faktisch können die Schüler sehr viel Wissenswertes über besondere Pflanzen, Bauwerke, Tiere u.ä. in der näheren Umgebung erfahren und sich auch interaktiv damit auseinandersetzen, da einige besondere Stellen des Weges mit einem QR-Code ausgestattet sind. Erklärungen zu diesen Punkten können somit direkt auf das Mobiltelefon oder Tablett geladen werden. Für Projekttage eignet sich der Wanderweg sicher ebenfalls sehr gut. Die Übernahme von Patenschaften für einzelne Wegabschnitte wäre darüber hinaus auch denkbar und fördert die Übernahme von Verantwortung bei jungen Menschen.

Die Akteure aus Hainsberg, Somsdorf und Coßmannsdorf hoffen, dass sich noch mehr Wanderfreunde für diesen Weg interessieren. Falls Sie als Leser dieses Artikel neugierig auf den Weg und seine Möglichkeiten geworden sind, wandern Sie einfach mal los und informieren Sie uns wie Ihnen der Weg gefallen hat.

Unsere Kontaktdaten:

Koordinationsbüro für Soziale Arbeit

Dresdner Straße 90; 01705 Freital

Tel.: 0351-6469734 oder per e-mail: buero@sozialkoordination.de



Liebe Wanderfreunde,
wir, die Akteure aus Hainsberg, Somsdorf und Coßmannsdorf freuen uns, dass Sie sich für unseren Wanderweg „Hainsberg mit allen Sinnen“ interessieren. Nachfolgend erhalten Sie einige Informationen zu diesem Weg und dem Projekt.
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wohnungsgesellschaft Freital mbH (WGF) stand für soziale Netzwerkprojekte in Freital eine Spende zur Verfügung. Soziale Einrichtungen, Initiativen und Vereine konnten sich bewerben. Eine Jury entschied sich für das Projekt der Akteursrunde Hainsberg. Es handelte sich bei dem Projekt um einen Rundwanderweg mit dem Titel „Hainsberg mit allen Sinnen“.
Die Idee des Weges ist es, Gäste und auch Einheimische auf Interessantes und Wissenswertes rund um den Stadtteil Hainsberg aufmerksam zu machen. Der Weg führt vorbei an geschichtsträchtigen Gebäuden, wie dem Rathaus Hainsberg, der Mehnertmühle, der Walzenmühle, der Hoffnungskirche oder auch interessanten Orten wie dem Eisernen Kreuz, dem Rabenauer Grund oder dem Freigut Heilsberg. Näheres zu diesen und noch weiteren Orten finden Sie in diesem Flyer und auf der Internetseite des Weges
www.hainsberg.eu. Mit Hilfe des QR-Codes können Sie sich die Informationen zu diesen Orten während der Wanderung auf Ihrem Mobiltelefon ansehen.
Für Schulklassen bietet dieser Wanderweg in vielerlei Hinsicht Möglichkeiten zur Unterrichtsgestaltung. So können Schüler Geschichtliches erkunden, die heimische Natur und ihre Besonderheiten kennenlernen, geographische Daten und Gesteinsarten bestimmen. Auch für Gruppen aus Kindertagesstätten gibt es auf unserem Weg viel zu lernen. So können sie z.B. das Wachsen und Vergehen von Pflanzen beobachten und vielleicht krabbeln oder hüpfen auch einige Tiere über den Weg. Der Entdeckerlust sind keine Grenzen gesetzt!

Neben der Möglichkeit den Weg auf eigene Faust zu erkunden, können Sie auch gemeinsam mit dem Gästeführer, Steffen Günther (Tel.: 0172/2762559; E-Mail: natur-erleben@freenet.de) die Highlights entlang des Weges entdecken. Führungen sind nach Absprache auch für Kindertagesstätten und Schulen möglich.
Nicht zuletzt dient unser Rundwanderweg der Gesundheit durch Bewegung an der frischen Luft und dem sozialen Miteinander beim gemeinsamen Wandern und Spazieren gehen. Sie können den gesamten Weg abwandern, der ca. 6 km lang ist, oder sich Teilstrecken vornehmen. Es ist auch gleichgültig, an welcher Stelle Sie mit der Rundwanderung beginnen, auch wenn das Rathaus Hainsberg als erste Attraktion im Flyer und auf der Internetseite vermerkt ist. Sie kommen während der gesamten Wanderung an allen Punkten vorbei.
Nun bleibt uns nur noch, Ihnen viel Spaß beim Wandern und Erkunden des Rundwanderweges und der Umgebung von Hainsberg zu wünschen. Vielen Dank für Ihr Interesse und einen schönen Wandertag wünschen die Akteure der Akteursrunde Hainsberg/ Somsdorf/ Coßmannsdorf sowie die Mitarbeiterinnen des Koordinationsbüros für Soziale Arbeit Freital. Falls Sie unser Projekt, das in den nächsten Jahren noch erweitert werden soll, unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende zugunsten des Projektes auf das Konto des

Kinder- und Jugendhilfeverbund Freital e.V.
Bank für Sozialwirtschaft AG
Konto: 3 593 800                   IBAN: DE 2885 0205 0000 0359 3800
BLZ:    850 205 00                 BIC:     BFSWDE33DRE
Kennwort: „Hainsberg mit allen Sinnen“

 

Die Eröffnung des Wanderwegs


Hainsberg

Der Stadtteil Hainsberg wurde erstmals unter dem Namen Heunberg im Jahre 1230 erwähnt Der Name leitet sich von den Hainbuchen ab (Hainberg = licht bewaldeter Hang). Die Buche ist deshalb auch im Ortswappen an der Kirche zu sehen. Hainsberg (Heunberg; Hainberg) war bis ins 19. Jhd. ein reines Bauerndorf, in dem auch noch bis 1936 Weinbau betrieben wurde. Daher stammen Straßennamen wie „Weinberg“ oder „Weinbergsiedlung“. Hainsberg war ursprünglich ein Somsdorfer Ortsteil. Im Jahr 1907 löste sich Hainsberg von Somsdorf und gemeindete 1913 Eckersdorf ein, 1933 schloss sich Coßmannsdorf an Hainsberg an. Im Januar 1964 erfolgte der Anschluss an Freital.

Weitere Infos gibts hier: Stadtwiki

 

 

Nr. 1 - Rathaus Hainsberg

Das Rathaus Hainsberg wurde 1913 im Reformstil (der Versuch, sachliche und schlichte Formen in die Architektur einzuführen) erbaut. Am Rathaus Hainsberg – dem früheren Rathaus Coßmannsdorf – befindet sich ein Relief. Es zeigt eine Spinnerin mit einem Spinnrocken vor einem Eichenkranz. (Spinnrocken - Teil am Spinnrad, auf das das zu verspinnende Material gewickelt wird).
Erschaffen wurde das Relief 1913 von Robert Georg Türke (Geb. 27. 11. 1884 in Cölln bei Meißen - Verst. 30.01.1972 in Meißen) Er war ein deutscher Bildhauer, Graphiker und Zeichner und Medailleur und schuf in seiner 60-jährigen Wirkungszeit über 650 Kunstwerke.Seine Werke finden sich in unter anderem in Dresden, Meißen, Sachsen, Deutschland, Polen, Tschechien, der Slowakei und Frankreich auch in vielen Museen sowie staatlichen und privaten Sammlungen.

Weitere Infos gibts hier: Stadtwiki
 

Nr.: 02 - Mehnertmühle Hainsberg

Die Mehnertmühle ist zugleich die älteste Mühle Hainsbergs. Sie wurde vor 1348 errichtet und war fast 600 Jahre im Betrieb. Nachdem am 18. Januar 1844 der Mahlzwang endete, wurde 1919 eine Brotfabrik eingerichtet, die täglich bis zu 3000 Brote in den Raum Dresden lieferte. Sie wurde 1945 stillgelegt. Der Mühlgraben, der die Mühle mit Wasser versorgte, beginnt am Weißeritzgässchen. Nach 1945 wurde das Gebäude von der IHK Pirna und später vom Hoch- und Tiefbau Pirna genutzt.
 

Nr. 3 - Eisernes Kreuz

Das Eiserne Kreuz stellt ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges dar. Es wurde am 11. März 1934 eingeweiht. Seine Höhe beträgt 17 Meter. Finanziert wurde der Bau des Kreuzes durch Spenden Hainsberger Bürger. Auf dem Kreuz sind keine Namen von Gefallenen vermerkt, stattdessen wurden Holzkreuze mit Namen am anschließenden Hang aufgestellt. Weitere Kreuze kamen im 2. Weltkrieg dazu. Auf Grund der Holzknappheit nach Kriegsende wurden diese Kreuze als Brennmaterial genutzt. Der Aussichtspunkt ist über Treppen zu erreichen.
Weitere Infos gibts hier: Stadtwiki
 

Nr.: 04 - Hoffnungskirche (Abstecher vom Wanderweg)

Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte im Jahre 1900 und sie wurde bereits 1901 geweiht. Entworfen wurde sie vom Architekten Paul Reuter in neoromanischen Stil. Otto Gussmann (1869 – 1926; Professor an der Kunstakademie Dresden) erprobte in ihrem Innenraum erstmals eine neue Lösung der Raumgestaltung, die vom Ideal eines Gesamtkunstwerkes geleitet wurde, in Form von vereinheitlichender Ornamentik, monumentaler Wandmalerei und beeindruckenden Glasfensterreihen. Der Turm der Kirche ist 58 Meter hoch.

Vom 6.6.2015 bis Ende September gibt es jeden Sonnabend von 17 bis 18 Uhr offene Kirche zur Besichtigung. Sie sind herzlich eingeladen.

Weitere Infos gibts hier: Stadtwiki


 

Weißeritzbrücke

Bis 1840 konnte die Weißeritz nur mit Hilfe einer Furt überquert werden, um in Richtung Rabenau, Somsdorf und weitere Ortschaften zu gelangen. Die erste Brücke entstand 1840 als überdachte Holzbrücke. Sie wurde bei einem Hochwasser im Dezember 1854 weggespült. Eine weitere Holzbrücke brach beim Hochwasser 1897 in sich zusammen. Die dritte Holzbrücke wurde 1926 abgerissen, da sie dem zunehmenden Verkehr nicht mehr gewachsen war. Einer der Hauptgründe für den gewachsenen Verkehr war der Ausbau der Straßenbahnlinie durch den Plauenschen Grund. Auf dem Gelände des heutigen Autohauses befand sich früher das Gasthaus „Goldener Specht“.
Die erste Brücke im Freitaler Gebiet entstand 1768 in Potschappel am Rittergut.

Backofenfelsen (Abstecher vom Wanderweg)

Beim Backofenfelsen handelt es sich um ein geologisches Naturdenkmal, bei dessen Gestein Rotliegendes und Konglomerat aus Porphyr und Granit vorherrschen. Die Höhlungen im Felsen sind durch Auswaschungen und Auswitterung entstanden. Bereits im Jahre 1752 wurde die Höhlung an der Straße als „Backofen“ bezeichnet.

Der Legende nach sollen Soldaten (1757 die Panduren im 7-jähriger Krieg; 1813 die Franzosen während der Befreiungskriege gegen Napoleon) die Höhlung als Backofen genutzt haben. Dies ist allerdings unwahrscheinlich, da es in unmittelbarer Nähe Mühlen und Bäckereien gab.

Die Flanke des Backofenfelsens wird auf Grund ihrer Form als „Riesenbett“ bezeichnet. Um 1880 ließ der damalige Besitzer des Freigutes auf dem Felsen einen Strohtempel – die sogenannte „Stille Liebe“ – errichten.

Als weitere Besonderheit hat der Backofenfelsen in seinen Konglomeraten eine Reihe von Höhlen. Die bekannteste ist die Backofenquellhöhle. Bei starken Niederschlägen und während der Schneeschmelze entspringt ihr ein bis zu 40 Liter Wasser pro Sekunde führender Bach.

Außerdem ist auf das Theaterstück – Singspiel „Wunder des Backofenfelsens“ hinzuweisen, bei dem es um Feen geht, die in den Höhlen des Backofenfelsens leben.
 

Nr. 5 - Backofenmühle Hainsberg an der Tharandter Straße

 Die Backofenmühle wurde 1838 erbaut und bestand bis 1938 als Brettmühle. Das Gebäude ist auch jetzt noch
vorhanden.

 

Nr.: 06 - Bahnstrecke (ehemals Albertbahn)

Die Bahnstrecke war anfangs noch ebenerdig durch den Plauenschen Grund angelegt, als Kohlebahn konzipiert und zugleich erster Abschnitt einer geplanten Bahnstrecke zwischen Dresden und Chemnitz. Der erste Spatenstich erfolgte am 12. September 1853 im Plauenschen Grund. Am 28. Juni 1855 konnte die Eisenbahnstrecke eröffnet werden. Von Anfang an wurde die Bahn auch für die Personenbeförderung – zuerst im Güterwagen, später im sogenannten 4. Klasse-Wagen mit Holzbänken – genutzt. Pro Kilometer zahlte man 2 Pfennige. Im Jahre 1855 befand sich an dieser Stelle eine Güterstation mit Personenhalle. Der neue Bahnhof mit Bahnhofsrestaurant und Wartehalle wurde 1873 erbaut. Das Bahnhofsrestaurant wurde noch bis 1940 bewirtschaftet. In der Zeit vom 1923 bis 1925 verlegte man die Gleise auf ein eigenes Hochbett. Gleichzeitig dazu wurden die Bahnhöfe Deuben und Hainsberg als Neubauten
errichtet.
 

 

Nr. 7 - Hainsberg Freigut

Das Freigut Hainsberg wurde im Jahre 1287 erstmals urkundlich erwähnt. Es war ursprünglich von einem kleinen Waldhufendorf umgeben. Das Freigut oder auch Hufengut ist vermutlich der älteste Mittelpunkt Hainsbergs. Im Jahre 1826 brannte es ab und wurde danach neu für Wohnraum ausgebaut. Der Abriss erfolgte 2005.

Hainsberger Weinberge

Bereits im 19. Jhd. wurde in diesem Gebiet Weinbau betrieben. Die Weinreben sind allerdings vermutlich durch die Reblaus eingegangen. Im Jahre 1930 gab es eine kurze Neubelebung des Weinanbaus mit etwa 8000 Weinstöcken von 12 verschiedenen Sorten.

 

Förster Claus Weg

Der Förster Claus Weg findet seine Fortsetzung im Brüderweg. Dieser endet in Tharandt in der Nähe des Bahnhofes. Der Brüderweg wurde nach den Söhnen Wilhelm und August des Begründers der Tharandter Forstakademie – Heinrich Cotta – benannt. Die Brüder ließen den Weg 1856 auf Staatskosten anlegen.

 

Strohtempel „Stille Liebe“

Der Besitzer des Freigutes ließ im Jahre 1830 auf dem Aussichtsplatz des Riesenbettes (direkt über dem Backofenfelsen) einen Strohtempel errichten. Dieser wurde später jedoch durch einen Sturm vernichtet. Geldsorgen ließen einen Wiederaufbau des Tempels leider nicht zu.

Noch anzumerken ist, dass der Tempel auch über den sogenannten „Zickzackweg“ von der Tharandter Straße aus zu erreichen war.

Sage - Der Sprung vom Backofenfelsen
Vor langer Zeit, als die Weißeritz noch direkt am Backofenfelsen entlang floss und als weder Weg noch Steg an ihren Ufern zu finden war, wohnten angeblich oberhalb von, Hainsberg verwegene Ritter.
Zu dieser Zeit war einmal ein Ritter auf der Jagd. Er verfolgte, aus Richtung Opitz kommend, einen stattlichen Zehnender. Dieser Hirsch flüchtete immer weiter in Richtung Backofenfelsen.Weiter verfolgt von Ross und Reiter, stand der Hirsch plötzlich vor dem Abgrund über dem Backofenfelsen. Direkt unter ihm floss die Weißeritz, hinter ihm kam der Ritter immer näher, was blieb dem Hirsch also übrig. Er sprang voller Angst vom Felsen in den Fluss. Im selben Moment durchbrach der Ritter auf seinem Pferd das Dickicht, er war so schnell, dass er nicht mehr anhalten konnte. Er versuchte sein Pferd zu zügeln, aber das Gestein unter ihm bröckelte unter den Hufen ab, dabei scheute das das Tier und stürzte mitsamt seinem Reiter in die Tiefe. Während der Hirsch wahrscheinlich in tiefes Wasser gestürzt war und sich retten konnte, überlebten der Ritter und sein Ross den Sturz nicht.

 

 

Nr. 8 - Rabenau Blick vom Aussichtspunkt

Rabenau wurde um 1200 als Grenzfeste der Burggrafschaft Dohna errichtet. Von der um 1235 erbauten Burg sind noch
minimale Reste vorhanden. Kurfürst August kaufte 1565 das Schloss Rabenau als Jagdsitz. Auf dem Gelände der
ehemaligen Burg entstand 1869 die erste Stuhlfabrik.

Somsdorf (Blick vom Aussichtspunkt)

Bereits im Jahre 1238 soll die Georgenkirche im Somsdorf geweiht worden sein. Somsdorf selbst wird erstmals 1350
urkundlich erwähnt. Ab dem Jahr 1550 gehörte der Ort zum Amt Tharandt-Grillenburg. Zwischen 1856 und 1876 oblag
die Verwaltung Somsdorfs dem Gerichtsamt Tharandt. Danach gehörte die Gemeinde mit ihrem Ortsteil Coßmannsdorf zur
Amtshauptmannschaft Dresden. Im Jahre 1907 wurde der Ortsteil Coßmannsdorf zu einer eigenständigen Gemeinde und
löste sich damit von Somsdorf. Die Eingemeindung nach Freital erfolgte am 01. Januar 1974.

Wilde Weißeritz (Blick vom Aussichtspunkt)

Der Name „Weißeritz“ kommt aus dem Slawischen und bedeutet „schnell oder auch reißend“. Die Quelle der Wilden
Weißeritz befindet sich auf dem Erzgebirgskamm. Auf ihrem Weg zur Elbe legt sie eine Strecke von 67 km bei einem
Höhenunterschied von 700 Metern zurück. In früherer Zeit wurde das Wasser der Weißeritz zum Flößen genutzt.
Zwischen „Edle Krone“ und Tharandt fließt sie durch ein 80 bis 100 Meter tiefes Tal. Ursprünglich floss die
Weißeritz von Tharandt in Richtung Meißen.


Kleinbahn (Blick vom Aussichtspunkt)

Der erste Spatenstich zum Bau der Kleinbahn erfolgte am 16. Juli 1881 und bereits am 1. November 1882 wurde sie
eröffnet. Die Weiterführung des Bahnbaus bis Kipsdorf erstreckte sich bis Ende 1883. Das Gleisbett der
Weißeritztalbahn wurde bei den Hochwassern 1897, 2002 und 2013 stark in Mitleidenschaft gezogen. Sie diente
ursprünglich dem Güterverkehr, wird aber seit 1994 ausschließlich für den Personenverkehr genutzt. Bis zum Jahr
1905 gab es im Rabenauer Grund einen Tunnel, der allerdings für die Einführung des Rollbockverkehrs nach oben
geöffnet wurde. Die Streckenlänge der Weißeritztalbahn beträgt 26,3 km. Die Bahn überwindet auf der Strecke bis
Kipsdorf 350 Höhenmeter, sie passiert 13 Bahnhöfe und Haltepunkte und überquert 34 Brücken. Zur Zeit endet sie in
Dippoldiswalde. Der Verein „Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn e.V.“ setzt sich für den Wiederaufbau und die
Inbetriebnahme der ursprünglichen Strecke ein.

Rote Weißeritz (Blick vom Aussichtspunkt)

Die Quelle der Roten Weißeritz befindet sich in Altenberg. Bis zu ihrem Zusammenfluss mit der Wilden Weißeritz
legt sie eine Strecke von 32,5 km bei einem Höhenunterschied von 603 Metern zurück. Nachweislich seit 1336 wird
das Wasser der Roten Weißeritz gewerblich genutzt. In der Vergangenheit, insbesondere als Bleichwasser der
Dippoldiswalder Leineweber und zum Flößen von Holz gebraucht, heute für die Fischzucht und teilweise auch als
Sportgewässer genutzt. An den Kanuweltmeisterschaften im Jahre 1961 waren Sportler aus 13 Ländern beteiligt. Es
konnten ca. 40000 Zuschauer gezählt werden.

Pastritzmühle (Blick vom Aussichtspunkt Richtung Tharandt)

Diese Mühle wurde ab dem Jahr 1836 betrieben. Das Gebäude, welches nicht mehr vorhanden ist, befand sich zwischen
Coßmannsdorf und Tharandt. Es wurde im Mai 1945 von der Waffen-SS gesprengt, um die in der Mühle gelagerten 2400
Tonnen Getreide dem Zugriff durch die Soldaten der Roten Armee zu entziehen.
 

 

Nr.: 08a - Kleinbahn (Blick vom Aussichtspunkt)
- Baubeginn 1881
- Eröffnung 1882, Weiterführung bis Kipsdorf 1873
- wurde bei den Hochwassern 1897, 2002 und 2013 stark in Mitleidenschaft gezogen.
- diente ursprünglich auch dem Güterverkehr
- Seit 1994 nur noch Personenverkehr.
- Bis 1905 gab es im Rabenauer Grund einen Tunnel, der aber für die Einführung des Rollbockverkehrs nach oben geöffnet wurde.
- Streckenlänge bis Kipsdorf 26,3 Km
- 350 m Höhenunterschied - 13 Bahnhöfe und Haltepunkt - 34 Brücken

 

 

Nr.: 10 - Walzenmühle

Das Gebäude, welches bereits im 15. Jhd. erstmals erwähnt wurde, ist als Kulturdenkmal ausgewiesen. Es war längere Zeit unter dem Namen „Mittagsmühle“ bekannt, benannt nach dem Inhaber Johann Karl Christian Mittag. Weitere Namen sind „Coßmannsdorfer Mühle“ oder auch „Somsdorfer Mühle“. Das Mühlenkontor stammt aus dem Jahr 1784, das Speicherhaus wurde im 19. Jhd. errichtet. Die Walzenmühle wurde im Jahr 1938 zu einer der modernsten Mühlenanlagen in Sachsen umgebaut. Seit Ende 2012 wird das Gebäudeensemble als Wohnanlage genutzt.

Relief im Innenhof

                                                   
Waage
                                                                                                Mahlstein
Bibel


bedeutet: Bibel hat mehr Gewicht als ein Mühlstein
 

 

Nr. 11 - Gasthaus zum Rabenauer Grund Somsdorfer Straße

Das Gasthaus wurde im Jahr 1836 erbaut und ist auch unter dem Namen „Hemmschuhschänke“ bekannt. Ursprünglich diente die Gaststätte als Rasthaus für die Fuhrleute nach beendeter Talfahrt auf der Butterstraße. An dieser Stelle nahmen die Fuhrleute den Hemmschuh von den Wagen. Auf der „Butterstraße“ wurden Holz, Bretter, Heu, Hafer, Flachs, Leinwand, Leinöl und eben auch Butter nach Dresden transportiert. Die „Butterstraße“ führte über Hainsberg, Somsdorf, Höckendorf nach Pretzschendorf und weiter. Auch heute lädt das Gasthaus sowohl Einheimische als auch Wanderer und Reisende zum Verweilen ein.
 

 

Nr. 12 Rabenauer Grund

Der Wegebau durch den Rabenauer Grund begann 1834 durch den Rabenauer Müller Christian Friedrich Ehrlich gemeinsam mit Tharandter Naturfreunden und Freiberger Bergleuten. Im Zusammenhang mit dem Bau des Weges entstand auch das „Nadelöhr“. Seit dem Jahr 1952 steht der Rabenauer Grund unter Landschaftsschutz und zählt zu den beliebtesten Wanderwegen der Region. Von Freital-Hainsberg aus führt er über Rabenau, Malter bis nach Dippoldiswalde.

 

Nr. 13 Die Kammgarnspinnerei (Weißeritzpark)

Franz Dietel und sein Schwager Felix Schmitt gründeten im Jahre 1880 die Kammgarnspinnerei. Der Standort wurde auf Grund der für die Spinnereibetriebe günstigen klimatischen Bedingungen gewählt. Im Jahr 1883 erfolgt der Bau des Gleisanschlusses an die Kleinbahn. Da Franz Dietel sehr sozial eingestellt war, richtete er bereits im 19. Jhd. eine Betriebskrankenkasse ein. Die schweren Schäden, die das Hochwasser von 1897 anrichtete, waren für Franz Dietel Anlass, sich für den Bau der Talsperren an der Wilden und der Roten Weißeritz einzusetzen. Dietel war als Geschäftsführer bis Ende 1909 tätig. Er verstarb im März 1918. Am 1. Oktober 1906 trat Richard Wolf in die Spinnerei ein. Er arbeitete im Gemeinderat, im Schulvorstand und in der Dresdner Handelskammer mit. Im Jahr 1917 musste das Unternehmen wegen des Ersten Weltkrieges geschlossen werden. Zwei Jahre später, im Jahr 1919, wurde die Produktion wieder langsam angefahren. Es folgte die Erweiterung und Erneuerung des Maschinenparks, mit dem Ziel, auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu werden. In der näheren Umgebung ließ Wolf Werkswohnungen errichten. Im Jahr 1935 ging Richard Wolf in den Ruhestand. In der DDR-Ära war die Kammgarnspinnerei – ab 1973 Buntgarnspinnerei – einer der großen Arbeitgeber in Freital, wurde aber mit der Wende geschlossen. Heute beherbergt das Gebäude unter dem Namen „Weißeritzpark“ verschiedenste Geschäfte. Im Volksmund wird es das "BUGA Center" genannt.

Weißeritzpark